10 Jahre Haus Kladower Forum – Rückblick 2002

Das Haus Kladower Forum wurde am 07.07.2007 eröffnet. Zum Jubiläum schauen wir nochmal zurück und veröffentlichen die alten Beiträge der Treffpunkte nocheinmal. Weiter geht es mit 2002.

Ausgabe 60 – Frühjahr 2002

Nun wird unser Bürgerhaus saniert

Inzwischen haben wir das Bürgerhaus erworben und zwar gegen die Verpflichtung, innerhalb einer fairen Frist Sanierungskosten in festgelegter Mindesthöhe nachzuweisen. Am 30. Oktober 2001 wurde ein entsprechender Vertrag notariell beglaubigt. Das Foto hält den historischen Augenblick fest, als Willi Gabel und Marion Wollenberg für das Kladower Forum e.V. die Urkunde unterzeichnen.

Nach Erledigung der Formalitäten haben wir am 15. Dezember 2001 mit Musik und Glühwein die Übernahme des Bürgerhauses und den Beginn seiner Sanierung mit interessierten Bürgern vor Ort gefeiert. Der sogenannte „erste Spatenstich“ war vorbereitet.

Herr Sommer vor der Bautür

Am Hauseingang hatte Herr Sommer, Ausbildungsleiter am Oberstufenzentrum Bautechnik I der Knobelsdorff-Schule, eine stabile Bautür montiert. Nach kurzer Begrüßungsansprache von Willi Gabel und lokalhistorischen Anmerkungen von Rainer Nitsch konnte die denkmalgeschützte, aber sehr sanierungsbedürftige zweiflügelige Haustür problemlos aus den Angeln gehoben und zum Restaurieren in die Werkstatt des Oberstufenzentrums Bautechnik I gebracht werden. Auch die eingebaute Bautür ist als sichtbares Zeichen des Sanierungsbeginns im Bild festgehalten worden. Zwischenzeitlich sind Versicherungsfragen geklärt und ein Elektro-Bauanschluss installiert worden; das sind Voraussetzungen dafür, dass mit technischer Hilfe Sanierungsarbeiten im Innern des Hauses durchgeführt werden können.

Für die Aufgabe eines ständigen Bauleiters konnten wir einen versierten Fachmann begeistern.

Nun geht es also zügig weiter, wenn und wie unsere finanziellen Möglichkeiten es erlauben. Wenn auch Sie helfen wollen, bedienen Sie sich des vorbereiteten und diesem Heft beigelegten Überweisungsträgers. Auch kleine Beträge helfen. Eine Spendenbescheinigung kann bei Frau Pledt telefonisch erbeten werden (365 54 89).

Über den Fortgang der Sanierungsarbeiten werden wir regelmäßig berichten.

Josef Chlodek

Ausgabe 61 – Sommer 2002

Die Sanierung unseres Bürgerhauses macht erfreuliche Fortschritte

Davon konnten Interessierte sich am 30.04.2002 (Maifest) sogar überzeugen; denn das Kladower Forum e. V. hatte an seinem Werbestand wiederholt zu Führungen durch das Bürgerhaus eingeladen.

Obwohl das Kladower Forum e.V. noch nicht als Eigentümer des Bürgerhauses im Grundbuch des Bezirksamtes Spandau ausgewiesen ist – alles braucht eben seine Zeit -, sind mehrere Sanierungsmaßnahmen bereits eingeleitet und einige bereits ausgeführt worden.

Freigelegte Balken im Obergeschoss

Nach dem feierlichen Sanierungsauftakt am 15. Dezember letzten Jahres ist zunächst für Querbelüftung des Hauses gesorgt und ein Elektroanschluss installiert worden, damit eine Grundsanierung im Januar durchgeführt werden konnte. Dabei wurden die morschen Fußböden im Erd- und Obergeschoss, die darunter liegende Füllmasse und der Putz von allen Innenwänden des Hauses beseitigt. Die müllaufnehmenden Container waren während dieser Aktion im Gartengelände platziert.

Nun wird der schädliche Schwamm im Mauerwerk des Kellers beseitigt. Da diese Arbeiten feuergefährlich sein können, musste vorweg sicherheitshalber die Frischwasserzufuhr gewährleistet sein. Das ließ sich mit den Wasserwerken schnell regeln. Der Antrag auf Altwasser-Entsorgung ist im Februar gestellt worden. Der Auftrag dazu wird erteilt werden, sobald die Wasserwerke wie üblich uns ein Auftragsschreiben mit ausgefülltem Ordinatenblatt vorlegen. Dabei werden wir darum bitten, das Regenwasser von der vorderen Dachhälfte auch in den Entsorgungskanal leiten zu dürfen, weil auf der Straßenseite eine Versickerungsmöglichkeit nicht gegeben ist.

Nach den Sommerferien, also im August/September, wird Herr Sommer, Ausbildungsleiter des Oberstufenzentrums Bautechnik 1 der Knobelsdorff-Schule, mit seinen Schülern, unter Anleitung von Handwerksmeistern, die Holzdecke im Obergeschoss sanieren. Zeitgleich wird die doppelflügelige Haustür in der Werkstatt des Oberstufenzentrums restauriert. Soweit unser derzeitiges Sanierungsprogramm.

Nebenbei sind wir bemüht, Stiftungen ausfindig zu machen, um von ihnen Geld für weitere Sanierungsarbeiten zu erbitten. Unser Appell an unsere Mitbürger hat schon einen erfreulichen Anfangserfolg von rund 750,00 Euro gebracht, obwohl wegen einer banktechnischen Panne die angekündigten Überweisungsträger der Frühjahrsausgabe der Treffpunkte nicht beigelegt werden konnten. Das ist dieses Mal jedoch sichergestellt. Wir hoffen sehr, Sie von unserer konstruktiven Sanierungsarbeit überzeugt zu haben und Sie den Fortgang dieser Arbeit durch Spenden bereitwillig mittragen werden. Seitdem das Bürgerhaus erstrebt wird, machen sich die Mitglieder des Fachausschusses „Bürgerhaus“ Gedanken über die Sanierungswürdigkeit dieses Hauses, über die Sanierungsmaßnahmen und über deren Finanzierungsmöglichkeit. Nun, seit der Übertragung des Hauses, werden konkrete Einzelmaßnahmen und ihre zweckmäßige Reihenfolge im Fachausschuss beraten und als Vorschläge dem Vorstand vorgelegt, der dann darüber befindet. Bei der Beratung und Durchführung von Sanierungsmaßnahmen wird der Fachausschuss seit Monaten von Herrn Dipl.-Ing. und Architekten Egon Ixmeier nachhaltig unterstützt.

Dafür danken wir ihm gern auch an dieser Stelle.
Josef Chlodek

Ausgabe 62 – Herbst 2002

Nun planen wir den Innenausbau

Die Grundsanierung unseres Bürgerhauses ist abgeschlossen. Das Haus ist inzwischen frei von Schadstoffen; Pilzsporen sind nicht mehr vorhanden. Die von uns beauftragte Firma, so bestätigt Herr Ixmeier, hat also gründlich gearbeitet Nach dieser Grundsanierung muss nun schrittweise der Innenausbau erfolgen. Im Obergeschoss, wo der Hausbock, ein Bockkäfer, an Balken, Stielen und Sparren des Dachstuhls über die Jahre erheblichen Schaden angerichtet hat, planen wir zunächst folgende erste Baumaßnahme:

1. Sanierung der Decke über dem Erdgeschoss

2. Die Erneuerung mindestens eines Drempels Ein Drempel, auch Kniestock genannt, entsteht durch Anheben des Dachfußes über die Geschossdecke, ist also ein Teil der hochgezogenen Außenmauer eines Gebäudes. Dadurch entsteht ein größerer und besser nutzbarer Dachraum. (siehe Abbildung) Die Erneuerung eines Drempels ist sehr aufwendig, weil dafür das übrige Gebälk abgestützt und nach Möglichkeit dafür auch entlastet werden muss.

3. Sanierung des Daches. Diese Maßnahmen werden kostengünstig durchgeführt von der Berufsfachschule für Bauhandwerker an der Knobelsdorffschule OSZ Bautechnik. Natürlich muss für diese Baumaßnahme auch eine genehmigungspflichtige Baustelle eingerichtet werden (Aufstellen von zwei Bauwagen für Auszubildende und Meister und ein WC-Wagen mit Anschluss). Dafür ist die Frischwasserzufuhr bereits vorhanden. Für den Anschluss an das Kanalisationsnetz liegt das Angebot inzwischen vor, der Auftrag wird demnächst erteilt.

Auf eine Winterbauhalle, die das ganze Haus umgibt, wird nicht verzichtet werden können. Ein Kostenvoranschlag für diesen Bauabschnitt liegt bereits vor. Wir sind zuversichtlich, auch diesen Auftrag schon bald vergeben zu können und bitten Sie, das durch Spenden zu ermöglichen. Unser Aufruf in der letzten Ausgabe der Treffpunkte, mit dem beigelegten Überweisungsschein Ihre Spende auf unser Sonderkonto Bürgerhaus zu überweisen, hat bereits im ersten Anlauf ein respektables Ergebnis gebracht. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Beträgen, konnten wir eine Einzelspende von 2500 Euro verbuchen. Unsere Freude und Dankbarkeit können Sie sich vorstellen. Gleichzeitig sehen wir uns in unserer mühevollen Arbeit ermutigt. Um den nächsten Bauabschnitt finanziell abzusichern, sind wir auf weitere Zuwendungen angewiesen. Verwenden Sie bitte den Überweisungsschein, den Sie auch in dieser Ausgabe der Treffpunkte finden.

Nebenbei bleiben wir bemüht, für unser Vorhaben zusätzliche Geldquellen zu erschließen.
Josef Chlodek