10 Jahre Haus Kladower Forum – Rückblick 2001

Das Haus Kladower Forum wurde am 07.07.2007 eröffnet. Zum Jubiläum schauen wir nochmal zurück und veröffentlichen die alten Beiträge der Treffpunkte nocheinmal. Weiter geht es mit 2001.

Ausgabe 57 – Sommer 2001

Was lange währt, wird endlich gut!

Seit 1993 bemüht sich das Kladower Forum, das Bauernwohnhaus des ehemaligen Marzahnschen Hofes am Kladower Damm 387, das dem Land Berlin gehört und unter Denkmalschutz steht, vor dem weiteren Verfall zu bewahren. Dieses Haus soll saniert werden und als Bürgerhaus dienen mit Räumen für tägliche Begegnungen, Archiv und Dorfmuseum, für Ausstellungen und Tagungen. Viele Gespräche wurden seit 1993 geführt und viele Wege geprüft. Darüber haben wir an dieser Stelle regelmäßig berichtet. Trotz aller Rückschläge (Lottomittel wurden uns wider Erwarten versagt) haben wir die Hoffnung auf Erfolg nie aufgegeben; wir durften nicht mutlos werden.

Jetzt endlich haben wir ein Etappenziel erreicht:
Die Geschäftsführung der Gemeinnützigen Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft (GSW), die dieses Gebäude für das Land Berlin verwaltet, hat, nach Verhandlungen mit dem Bezirksamt Spandau Anfang März entschieden, den Marzahnschen Hof dem Kladower Forum zu übereignen.

Am 07.03.2001 hat der Vorstand (im Beisein des Bezirksbürgermeisters, Konrad Birkholz) dieses Übereignungsangebot einstimmig angenommen. Jetzt wird der Vertrag ausgearbeitet, zu dem wir auch noch gehört werden. Viele haben zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen. Zu gegebener Zeit werden wir dafür offiziell danken. Wir sind sicher, die gesetzte Frist für die Instandsetzung (wohl 15 Jahre) einhalten zu können; denn Kladower Handwerker, die Berufsfachschule für das Bauhandwerk, die Arbeitsgemeinschaft Bausubstanzbewertung für Schwammbeseitigung und viele Sponsoren haben Hilfe zugesagt.

So – nicht mehr lange

Nun gilt es, zielstrebig die Sanierung in Stufen zu betreiben. Wir werden die Phasen der Sanierung dokumentarisch festhalten. Der Fachausschuss „Bürgerhaus“ wird seine Arbeit wieder aufnehmen und regelmäßig zusammenkommen. Wer im Fachausschuß konstruktiv mitarbeiten und zu den Sitzungen eingeladen werden möchte, melde sich telefonisch bei Josef Chlodek, Tel. 365 32 48.
Jeder Willige kann helfen; es soll doch „unser“ Bürgerhaus werden. Wir werden Sie bitten, unser Tun wohlwollend zu begleiten und erreichbar zu sein, wenn wir Ihre Hilfe brauchen.

Für alle Kladower gilt: Gemeinsam auf zu neuen Ufern!
Josef Chlodek

Ausgabe 59 – Winter 2001

Und noch einmal: Was lange währt, wird endlich gut!

Unter dieser Überschrift haben wir in unserem Sommerheft über einen Erfolg berichtet. Sie wissen: Das Kladower Forum bemüht sich seit 1993, das landeseigene und unbewohnte Bauernwohnhaus des ehemaligen Marzahnschen Hofes am Kladower Damm 387 zu übernehmen, um es vor weiterem Verfall zu bewahren. Dieses Haus soll saniert und als Bürgerhaus ein Kleinod in und für Kladow werden. Die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH (GSW), die dieses Haus für Berlin verwaltet, hatte nach langem Anlauf Anfang März d.J. endlich entschieden, dieses Haus dem Kladower Forum zu übereignen.

Soweit die damalige Erfolgsmeldung. Doch wider Erwarten kam dann zunächst alles anders. Ohne Wissen der GSW war in der Zwischenzeit dieses Grundstück wie alle landeseigenen Grundstücke von dem Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co. KG erfasst worden; die GSW konnte also über dieses Grundstück nicht mehr beschlussgemäß verfügen.

Aktivitäten waren nötig, um diese übereilte Maßnahme rückgängig zu machen. Nun ist alles wieder im Lot. Wenn dieses Heft der Treffpunkte erscheint, wird der Grundstückskaufvertrag nebst Auflassung vor einem Notar beurkundet sein. Die Grundlage dafür, einen überarbeiteten Kaufvertragsentwurf, hat uns die GSW zugeschickt.

Vor abschließender Beratung im Vorstand des Forum fand am 4. Oktober d. J. mit Herrn Sommer, Ausbildungsleiter der Knobelsdorff Schule OSZ 1, eine Begehung des „Bürgerhauses“ statt; wir wollten sein fachkundiges Urteil über eine noch gegebene Sanierungswürdigkeit dieses Hauses einholen. Am 09.10. haben schließlich die Mitglieder des Vorstandes nach eingehender Würdigung des vorliegenden Vertragsentwurfes den Vorsitzenden, Willi Gabel, einstimmig beauftragt, den Termin beim Notar wahrzunehmen und den Vertrag zu unterzeichnen.

Dieser Vertrag ist mit Auflagen verbunden:

Innerhalb einer fairen Frist müssen wir das Haus sanieren und danach Sanierungskosten in bestimmter Mindesthöhe nachweisen. Sobald wie möglich wollen wir mit der Sanierung beginnen. Die GSW hat schriftlich zugesagt, uns dabei zu begleiten und zu unterstützen. Die versprochene Bauleitung und Qualitätskontrolle werden wir gerne in Anspruch nehmen.

Wenn alle Formalitäten erledigt sind, möchten wir mit Ihnen die Übernahme des Hauses und den Beginn der Sicherungsarbeiten an Ort und Stelle feiern. Tag und Zeit geben wir rechtzeitig bekannt.
Josef Chlodek